(Un)Informierte Teilhabe: Die EU frisst ihre Kinder

Eurolektionen kann keine Länder vergleichen. Momentaufnahmen und qualitative Interviews taugen nicht zum Schultest. Aber wir destillieren aus dem, was wir gehört haben idealtypische Alternativen Schule zu machen, unabhängig von den Ländern, aus denen die Beobachtungen stammen. Wir können dann fragen: was wäre, wenn diese Schultypen unsere Jungbürgerinnen prägen, wie ginge es dann weiter mit Europa?

Besonders deutlich haben wir die alternativen Schultypen und Einigungsentwürfe in Rumänien gesehen und erahnt. Für vier von uns am Rand des Kontinents, an dem wir mit Foucault (1971)  gehen müssen, um unsere herrschaftlichen Deutungsmuster zu erkennen. Dort haben wir eine Union gesehen, die ihre eigenen Kinder frisst. Eine Union, deren Schulen ihre neuen Bürgerinnen nicht genug bildet, dass sie informierte und abgewägte Entscheidungen über ihr Wohl in der Gemeinschaft treffen könnten. Das hilft paradoxerweise der europäischen Integration, jedenfalls im gegenwärtigen, marktliberalen Modus, denn:

“Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.”
(Sprichwort aus Deutschland)

Eurolektionen hat versucht Schülerinnen in drei Ländern eine Stimme zu geben. Das ist nicht gelungen. Deshalb sprechen wir über – und vielleicht ein bisschen für – die Kinder einer mangelhaften Schule, die nicht die Mechanismen lehrt, unter dessen Räder sie zu geraten drohen. Für die rumänischen Kinder steht viel mehr auf dem Spiel, als für die meisten europabeflissenen Schülerinnen in Schweden und in Deutschland, denen es gut geht.

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